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Schulfusion

Bischof Dr. Wilmer besucht die Gesamtkonferenz

Bischof Dr. Heiner Wilmer und der Leiter der Hauptabteilung Bildung, Dr. Jörg-Dieter Wächter, haben am 30. Juni 2020 auf unserer Gesamtkonferenz ihre Vorstellungen zur geplanten Fusion der beiden Hildesheimer katholischen Gymnasien dargelegt.

Der Bischof erläuterte, dass die geplante Investitionssumme angesichts des prognostizierten Rückgangs der Kirchensteuereinnahmen nur durch die Fusion zu rechtfertigen sei. Er stehe zum Schulstandort Hildesheim und wolle durch die Fusion die Position der katholischen Schulen innerhalb der Kirche (Schule als Kirchorte) sowie innerhalb der Gesellschaft (kath. Schulen als Angebote für die Gesellschaft) nachhaltig stärken. Auf Nachfrage führte er aus, welche Vision ihm für das neue Gymnasium vor Augen stehe: Ausgehend von der Kernbotschaft des Evangeliums betonte er mit Blick auf die Hl. Angela Merici und den Hl. Ignatius von Loyola die grundlegende Bedeutung von Herzensbildung als Voraussetzung für eine gute intellektuelle Ausbildung. Konkret nannte er eine solidarische Haltung, die sich für umfassende Gerechtigkeit einsetzt und sich gegen menschenverachtende Handlungen und Strukturen stellt. Er hoffe, dass die neue Schule auf dieser Grundlage eine Ausstrahlung entfalten kann, die die Menschen anzieht; dies sei für ihn eine im weiteren Sinn missionarische Aufgabe.

Konkret auf die Marienschule bezogen möchte Bischof Dr. Wilmer neben der fundierten Bildungsarbeit die lebendige musische und soziale Tradition gewahrt wissen. Er hat großes Verständnis für die Bedeutung des Namens für die neue Schule und sichert eine ergebnisoffene Prüfung zu.

Dr. Wächter ergänzte die Ausführungen des Bischofs, indem er den bisherigen Planungsprozess darstellte und einen Ausblick auf den weiteren Fortgang des Fusionsprozesses skizzierte.